Bei der Auswahl von Therapueten kommt es auch aufs Bauchgefühl an

Wer im Internet bei Google den Suchbegriff „Paarthearpie” eingibt, wird mit Abermillionen Einträgen erschlagen. Wie aber findet man in diesem unübersichtlichen Angebot den für sich richtigen Beratungsansatz und damit den geeigneten Therapeuten? Noch vor zehn Jahren war es schwierig, einen professionellen „Paarberater“ zu finden. Das hat sich mittlerweile geändert und es gibt einen enorm gewachsenen Anbietermarkt. Paartherapie hat sich etabliert und es haftet kein negativer Beigeschmack mehr an, wenn sich Paare die Unterstützung eines Profis holen, wenn sie in einer Krise stecken oder sich in einer Konfliktsituationen befinden. Es gehört zu den Aufgaben des Therapeuten, seine Klienten bei der Realisierung eines Ziels oder der Lösung eines Problems zu begleiten.
Da der Begriff „Therapeut” nicht geschützt ist und sich jeder so nennen darf, tummeln sich auf dem Markt auch fragwürdige Anbieter. Damit die Suche nach einem geeigneten Berater nicht zu einer unerquicklichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen wird, gibt es unterschiedliche Auswahlkriterien. „Viel läuft über Empfehlungen im Kollegen- und Bekanntenkreis”, berichtet Felix Arnet, Institutsleiter vom Lililen Institut in Wiesbaden. Wem das zu vage sei, rät er, sich im Vorfeld darüber klar zu werden, welche Kriterien eine Therapie/Beratung und der Therapeut erfüllen solle, beispielsweise welche Ausbildung und Fachkenntnisse, Qualitätsnachweise und Referenzen er haben solle.
Nicht nur in Krisen
Zwar kein Allheilmittel, aber eine wertvolle Unterstützung kann Therapie oder Beratung sein, wenn man mit seinen eigenen Ansätzen und Lösungsversuchen nicht mehr weiterkommt. Aber auch oder gerade wenn man nicht in einer Krisensituation steckt, bietet Paar-Coaching zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten, beispielsweise der wertschätzende Umgang miteinander oder gewaltfreie Kommunikation. „Vorratscoaching” nennt Arnet das, zu dem nicht viele Klienten bereit seien, „erst wenn die Not am größten ist, wollen Menschen etwas verändern”, bedauert der Berater. Gerade dann ist das Vertrauen, eben die richtige Chemie, zwischen Therapeut und Klient besonders wichtig.
Tipps zur Suche von Experten
• Empfehlungen aus dem Kollegen- und Bekanntenkreis erleichtern oftmals die Entscheidung.
• Legen Sie Kriterien fest, die ein Therapeut erfüllen sollte, denn jeder Gedanke, den Sie sich über Ihren möglichen Coach machen, hilft bei der Suche.
• Eine gute Gelegenheit, einen ersten Eindruck von Beratern zu bekommen, bietet sich auf seiner Internetseite oder rufen Sie einfach an. 
• Ist das Praxisbüro kaum telefonisch erreichbar oder bietet der Therapeut ein Bauchladen von Beratungen an, so sollten Sie genau prüfen, ob es für Sie Sinn macht.
• Wichtig ist natürlich auch die Ausbildung und Erfahrung, wird die Beratung in einer eigen Praxis ausgeführt oder evtl. im „Rheinhaus“ bitte prüfen Sie selbst und vereinbaren Sie einfach einen Kennenlerntermin.